Little Surprise

Golden Retriever

Lilly

 

Ashbury Eternity

 

Wurftag: 29.10.2009

Züchter: Cathy Sonntag, Wattwiller (F)

Zuchtbuch-Nr.: DRC-G 1130286

DNA-Profil drcgr 13-63 LAB-ID 173890

Vater: Tweednous Glenroy

Mutter: Ashbury Betty Boop

HD: A2 / B1

ED: frei / frei

Augen: HC nicht frei / PRA frei / RD frei

Prüfungen: Wesenstest / FW vorzüglich

Zuchtzulassung des DRC e.V.

 

Lilly´s Fotogalerie (klick!)                                                                                                                                         

 

 

Ausstellungen

 

09.05.2010 Europasiegerschau Dortmund

30.05.2010 CACIB Gießen

07.08.2010 Open Air Show Kreuztal

19.09.2010 Open Air Show Winnenden

24.10.2010 Nationale Ausstellung Stuttgart

 

 

Pedigree

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lilly wollte noch LEBEN!

 

Fünf Tage vor ihrem Tod suchte ich einen Tierarzt auf, weil sie schwer oder manchmal auch nur mit meiner Hilfe aufstehen konnte und keinen Appetit auf Futter hatte. Zudem lag sie regelmäßig auf den kühlen Fliesen und atmete schnell. Acht Wochen zuvor war sie läufig. Für unkastrierte Hündinnen könnte dies ein Alarmzeichen für eine Gebärmuttervereiterung sein.  

Während der Untersuchung beim Tierarzt zeigte Lilly deutliche Schmerzen im Lendenbereich. Es könnte aber auch die Hüfte sein, so der Tierarzt. Mit den Worten, ich spritze ihr etwas und gebe ihnen erstmal ein Antiphlogistikum mit, war die Untersuchung beendet. Sollte sich keine Besserung einstellen, würde man sie nochmal röntgen. Im Anschluß erinnerte ich ihn nochmal, dass ich Lilly vor ihrer letzten Läufigkeit im Frühjahr wegen einer möglichen Blasenschwäche vorgestellt hatte (sie leckte sich ständig) und er damals einen äußerst angespannten Bauch diagnostizierte und fragte zugleich, ob es vielleicht einen Zusammenhang geben könnte. Ich sah noch wie die Arzthelferin auf den Bildschirm blickte. Es kam weder von ihr, noch vom Arzt irgendeine Reaktion.

 

Weil Lilly mittlerweile gar nichts mehr fraß, stellte ich die Medikamentengabe am 3. Tag ein, empfohlen waren 4 Tage. Auf dem Beipackzettel waren schwere Nebenwirkungen angegeben wie starker Appetitverlust bis zu Leber- und Nierenversagen.

 

Am fünften Tag hörte ich Eddy in den frühen Morgenstunden winseln, Polly lag vor Lilly. Als spürten sie, dass etwas nicht stimmt. Lilly sah noch schlechter aus und wollte auch nicht freiwillig rausgehen. Sie atmete wieder schnell. Nach der kurzen morgendlichen Pippi-Runde im Garten, lag sie abermals auf den Fliesen, um sich zu kühlen. Die Körpertemperatur lag bei 39°C.

 

Alarmstufe rot!

 

Da unser Tierarzt vormittags keine Sprechstunde hatte, fuhr ich in eine andere Praxis und erzählte die ganze Vorgeschichte. Auch, das ich im Frühjahr schonmal beim Tierarzt war.

 

Ich bat um eine Ultraschalluntersuchung um eine Gebärmuttervereiterung auszuschließen!!!

 

Antwort Tierärztin: es kommt weder Blut noch Eiter raus und somit glaubt sie nicht an eine Gebärmuttervereiterung. Sie bemerkte lediglich, dass die Scheide sehr geschwollen war.

 

Als Züchterin weiß ich, dass es auch geschlossene Gebärmuttervereiterungen geben kann. In diesem Fall kann der Eiter nicht nach außen abfließen, weil sich der Muttermund nach der Läufigkeit wieder geschlossen hat. Eiter sammelt sich solange an, bis irgendwann aus Platzmangel die Gebärmutter reißt und sich große Mengen an Eiter im Bauchraum ergießen. Die Hündin ist dann nicht mehr zu retten.

Ich sprach dies aber nicht an, weil ich davon ausging, dass ein kompetenter Tierarzt das weiß.

 

Ich deutete nochmals an, dass Lilly nur auf den Fliesen liegt und schnell atmet, obwohl wir kühle Temperaturen draußen haben.

Antwort Tierärztin: das ist schon komisch, Lilly sieht auch richtig fertig aus. Wir nehmen erstmal Blut ab. Nach zwei Tagen wäre das Blutbild vom Labor zurück und dann sehen wir weiter. Ultraschall kann man auch später noch machen. Bis dahin spritze ich ihr vorsorglich erstmal ein Antibiotikum.

 

Wegen dem Antibiotikum äußerte ich meine Bedenken. Lilly hat seit über einer Woche kaum etwas gefressen, nur ein paar Krümel und manchmal gar nichts. Das Medikament kann vom Körper nicht abgebaut werden. Ich wollte ihr die Tabletten zeigen, welche wir von dem anderen Tierarzt bekamen. Ich hatte Angst, dass Lilly zusammenbricht.

Antwort Tierärztin: das brauchen sie mir nicht zeigen... solche Medikamente haben immer schwere Nebenwirkungen. Die Appetitlosigkeit kann auch davon kommen.

 

Ich fragte nach der Diagnose. Ob sie etwas vermutet.

Antwort Tierärztin: Es könnte ein Problem mit den Geschlechtsorganen geben z.B. Zysten, vielleicht aber auch Leber oder Nieren.

 

Zur Früherkennung von Gebärmuttervereiterungen, Zysten oder Tumoren hätte man vorab sehr gut eine Ultraschalluntersuchung machen können. Der Raum mit dem Gerät war frei! Das hätte uns nur 15 Minuten gekostet.

Bei einer Gebärmuttervereiterung zählt jeder Tag. Jeder Tag an dem nichts gemacht wird, ist ein verlorener Tag!

 

Zu Hause angekommen legte sie sich gleich wieder auf die kühlen Fliesen und atmete immer schneller. Nach einer Weile schaute ich wieder nach ihr. Diesmal lag sie direkt vor dem Wassernapf. Das gab es noch nie. Ich schaute mir die Mundhöhle an, ihr Zahnfleisch und die Zunge waren blassrosa! Ich war fassungslos, telefonierte sofort mit unserer Tierarztpraxis, die jetzt Nachmittags Sprechstunde hatte und meldete uns als Notfall an.

 

Nachdem ich am Telefon schon die Symptome kurz mitgeteilt hatte, die praktisch Lebensgefahr bedeuten, nahm ich an, dass uns sofort bei Ankunft geholfen wird. Aber nein, die Arzthelferin kassierte erst noch einen Patienten ab und nahm ein Telefongespräch entgegen. Unglaublich!

Ich bat um eine Trage. Selbst da lies sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Anstatt uns zu helfen, lief sie noch hin und her. Als ich mit der Trage rauskam, rief mir mein mein Mann entgegen, dass Lilly gerade stirbt. Wir schleppten sie schnell in die Praxis und legten sie auf den Behandlungstisch, in der Hoffnung, dass man ihr noch helfen kann.

 

NEIN !!!! LILLY IST TOT!

Ich konnte nicht mehr an mich halten...

 

Bis jetzt wußte ich nur, dass Lilly tot ist. Warum sie gestorben ist, erfuhr ich erst am nächsten Tag.

 

Ich setzte mich mit der Praxis vom gestrigen Vormittag in Verbindung. Lilly`s Tod wollte ich nicht einfach hinnehmen. Die Laborwerte könnten vielleicht Aufschluß geben. Und tatsächlich. Lilly hatte extrem hohe Entzündungswerte, welche auf eine Gebärmuttervereiterung deuteten.

 

Lilly hatte eine geschlossene Gebärmuttervereiterung, so wie ich es vermutet habe!!!

 

Eine andere Ärztin war jetzt am Telefon und erklärte kühl, dass Lilly gestern Vormittag nicht mehr durch eine Not OP hätte gerettet werden können, die Entzündungswerte waren schon zu hoch, ihre Praxis wäre nicht schuld, dass müssen sie mit ihrem Tierarzt klären.

Ich verstehe das schon, es ist ja so wie ich es oben schon geschildert habe. Aber! Was wäre wenn man Lilly gestern hätte noch helfen können, aber in zwei Tagen nicht mehr. Dann müßte sich die Vormittags - Praxis jetzt verantworten. Eine Gebärmuttervereiterung ist immer ein Notfall und das kann man sofort mit einer Ultraschalluntersuchung abklären, egal wie viele Patienten im Wartezimmer sitzen und nicht erst in zwei Tagen.

Wie kann es sein, dass 2 Tierärzte nicht den Ernst der Lage erkannt haben? Eine Gebärmuttervereiterung ist keine seltene Erkrankung.

Warum schaut keiner in die Krankendatei! Warum wird einfach blind drauf los gedoktert? Ich habe so viele Hinweise gegeben!

Danach rief ich noch unseren Tierarzt an. Er wußte schon bescheid. Erschüttert war er nicht gerade. Es kam nur ein fades, abgestumpftes  „tut mir leid“ heraus. Ich weiß nicht, ob man dazu überhaupt noch Tierarzt sagen kann. Ohne Empfinden!

 

Liebe Lilly!

 

Ich kann es immer noch nicht fassen, was am 30.06.2021 passiert ist. Ein Tag, den ich am liebsten aus dem Kalender streichen möchte. Wir haben uns Hilfe von diesen Menschen erhofft, ihnen vertraut... statt dessen haben sie dich qualvoll leiden lassen, bis zum bitteren Ende.

Du warst so tapfer, hast versucht all diese Schmerzen auszuhalten, bis zu diesem Abend wo du krampfend vor Schmerzen zusammengebrochen bist, weil du nicht mehr konntest. Diese Menschen können nicht verstehen, wie sie uns Dich entrissen haben. Wir haben dich geliebt wie ein Kind. Seit deinem Tod bin ich krank.

Du warst so eine Liebe... einfach immer nur lieb. Die Ruhe selbst im Rudel. Ich wünschte, ich könnte dich noch mal streicheln, meine Finger durch dein wuschliges, dickes Fell gleiten lassen, deine Wärme spüren... meine kleine Dickmadam, so habe ich dich immer liebevoll genannt. Du sahst immer etwas pummelig aus, das habe ich so sehr an dir geliebt. So eine Hündin wie dich, bekomme ich nicht ein zweites Mal. Du warst einzigartig, herzallerliebst!

Nach deinem Tod habe ich dich noch lange gesteichelt, ich konnte einfach nicht aufhören dich zu lieben. Ich wollte dich nicht hergeben. Am liebsten hätte ich dich für immer imArm gehalten. Es tat so weh, dich beerdigen zu müssen.

 

 

 

Lilly du fehlst uns allen sehr!

 

 

 

 

Jüngstenkl. vv 1.Platz

Jüngstenkl. vv 2.Platz

Jugendkl.    ex 2.Platz CAC Res. Anw. Dt. Jugendchampion

Jugendkl.    ex 3.Platz

Jugendkl.    ex 3.Platz