Little Surprise

Golden Retriever

Karottensuppe nach Moro

 

 

 

Karotten statt Antibiotika - das Geheimrezept gegen Durchfall!

 

Die Karottensuppe ist ein altes Heilmittel aus Großmutter´s Zeit, in der eine Küchenreibe oder Raspel noch zur Grundausstattung eines jeden Haushaltes gehörte.

 

Zur Geschichte:

 

Vor gut 100 Jahren war Durchfall die häufigste Todesursache kleiner Kinder. Der Kinderarzt und spätere Ordinarius der Heidelberger Kinderklinik, Professor Ernst Moro suchte nach einem natürlichen Heilmittel und fand es in einer einfachen Karottensuppe.

Damit gelang es ihm die Sterbe- und Komplikationsrate von Kindern mit Durchfall-Erkrankungen drastisch zu senken.

 

Warum die Karottensuppe nach Moro wirkt, fanden Wissenschaftler aber erst viel später mit Hilfe moderner Laboruntersuchungen heraus. Durch das lange Kochen der Karotten entstehen kleinste Zuckermoleküle, so genannte Oligosaccharide. Sie sind den Darmrezeptoren zum Verwechseln ähnlich, so dass die Bakterien statt an der Darmwand an den Zuckermolekülen andocken und einfach ausgeschieden werden.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Karottensuppe allerdings durch Antibiotika verdrängt. Es mag wohl im ersten Moment mit diesen Medikamenten bei Mensch und Tier eine schnelle Besserung geben, doch wie wir wissen, töten Antibiotika nicht nur die „bösen“ Bakterien, sondern auch die „Guten“ und greifen die Darmflora an, was wiederrum zu Durchfällen führen kann. Es ist also ein Teufelskreis.

Die Karottensuppe ist daher bei Hunden eine gute Alternative, Durchfall natürlich zu behandeln. Sie wirkt sogar bei Keimen, die gegen Antibiotika resistent geworden sind!

 

Achtung!

 

Durchfall ist ein Symptom und keine Erkrankung! Die Ursache der Verdauungsstörung muß herausgefunden und abgestellt werden. Leidet ein Welpe an Durchfall ist der Flüssigkeitsverlust im Verhältnis zu Körpergröße und -gewicht besonders dramatisch. Der Körper kann innerhalb weniger Stunden austrocknen. Für einen jungen Hund ist dies lebensbedrohlich. Deshalb sollte ein Welpe oder Junghund immer einem Tierarzt vorgestellt werden!

 

Ansonsten kann man so verfahren:

 

Der Hund sollte einen Fastentag einlegen. Sein Körper bekommt so die Gelegenheit, sich von Giftstoffen zu befreien und wird nicht noch unnötig mit der Nahrungsaufnahme belastet. Danach die Suppe 3-4 mal am Tag in kleinen Portionen anbieten.

 

Das Rezept:

 

Die Herstellung der Karottensuppe ist ganz einfach:

 

500 Gramm geschälte Karotten in einem Liter Wasser ca. 1 Stunde lang kochen, anschließend pürieren oder durch ein Sieb drücken. Den Karottenbrei wieder mit Wasser auf einen Liter auffüllen und etwas Salz zugeben.

 

Das Salz ist ganz besonders wichtig, denn während des Durchfalls verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit, die wieder aufgenommen werden muss. Wird zu viel ungesalzene Flüssigkeit aufgenommen, wird der Körper weiter geschwächt, da die Flüssigkeit dem Körper weiter Elektrolyte entzieht.

 

Eine Besserung tritt meist schon nach kurzer Zeit ein. Zeigt sich der Stuhlgang wieder einigermaßen geformt, kann im Anschluß noch 1-2 Tage Schonkost gefüttert werden z.B. Kartoffel-Möhrenbrei mit gekochtem Huhn oder Pute (püriert).

 

Wir haben bisher mit dieser Art von Diät sehr gute Erfahrungen gemacht. Den süßlichen Geschmack der Karottensuppe mochten unsere Hunde immer sehr gern. Die „flotte Lotte“ dagegen nicht. Sie verabschiedete sich jedesmal recht schnell wieder.

 

 

 

 

 

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