Little Surprise

Golden Retriever

Holunder

Hortensie

Fingerhut

Herbstzeitlose

Buchsbaum

Thuja

Eisenhut

Farn

 

Alpenveilchen:

Die Konzentration giftiger Substanzen ist in den unterirdischen Pflanzenteilen (Knolle) am höchsten, so dass durch die oberirdischen Anteile kaum Vergiftungen auftreten. Es kommt zu Reizungen der Schleimhäute, erbrechen und Durchfall, Untertemperatur und Bewegungsstörungen.

 

Amaryllis:

Enthält vorwiegend in der Zwiebel, aber auch sonst in der ganzen Pflanze verschiedene Alkaloide, Hauptwirkstoff ist das Lycorin. Die Pflanze gilt als stark giftig. Die Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit und Erbrechen, erhöhter Speichelfluss, Benommenheit und Durchfall. Es kann auch zur Schädigung der Nieren sowie zu Lähmungen kommen.

 

Brunfelsie:

Die enthaltenen Giftstoffe beeinträchtigen das Nervensystem. Entsprechend beobachtet man (neben Speicheln, Erbrechen und Durchfall) Störungen desselben: Krämpfe und Übererregbarkeit bzw. Muskelsteife, fehlende Reflexe, Atemnot und Koma.

 

Christusdorn:

Die Pflanze enthält in ihrem Milchsaft Triterpene und Diterpenester.

Kommen die Augen der Tiere mit dem Milchsaft in Berührung, kann es zu zeitweiser Blindheit kommen.

 

Gummibaum, Birkenfeige u.ä.:

Hunde zeigen Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Außerdem Fieber schwankenden Gang und Krämpfe.

 

Korallenbäumchen:

Die gesamte Pflanze enthält als Hauptwirkstoff das Solanocapsin. Die roten Beeren können für Hunde gefährlich werden und Sie sollten diese Pflanze deshalb außer Reichweite halten. Die Vergiftungssymptome sind Erbrechen und Durchfall. Im Extremfall kann es zur Atemlähmung kommen.

 

Philodendron, Dieffenbachia und Fensterblatt:

U.a. ist ihr hoher Gehalt an Oxalsäure (in erster Linie als kleine Oxalat-Nadeln vorliegend) schädlich. Wird die Pflanze verletzt, so dringen diese Nadeln in Haut und Schleimhäute der Tiere ein und verursachen dort sehr rasch starke, schmerzhafte Schwellungen. Durch diese schnelle Reaktion wird meist eine weitere Giftaufnahme automatisch verhindert. Lokale Symptome sind Rötung, Schwellung und Geschwürbildung in der Mundschleimhaut und auf der Zunge. Dies führt zu brennenden Schmerzen, Kopfschütteln, Speicheln, reiben mit den Pfoten am Maul, Versuche zu Trinken und Unfähigkeit, Nahrung aufzunehmen. Später kommt es an der Schleimhaut zu Blasenbildung. Nach Abschlucken der Giftstoffe kommt es zu Erbrechen und Durchfall, gefolgt von Mattigkeit, unsicherem Gang, Lähmung der Hinterbeine, Muskelzittern, Krämpfen bis hin zum Koma. Teilweise können Schwellungen des Kehlkopfes mit hochgradiger Atemnot auftreten. Gelangen Pflanzensäfte ins Auge, so entzündet sich dieses stark. Das Auge wird zugekniffen, tränt und schwillt deutlich an. Die Abheilung dieser Augenentzündung dauert durchaus 3 - 4 Wochen.

 

Purpurtute:

Die Purpurtute enthält, wie andere Aronstabgewächse auch, Caciumoxalat und Oxalsäure. Vergiftung zeigt sich durch Speichelfluss, Schluckbeschwerden, Erbrechen und Durchfall, Blutungen von Zahnfleisch, Magen, Darm und Unterus.

 

Weihnachtsstern:

Der Saft dieses Wolfsmilchgewächses verursacht Entzündungen der Maulschleimhaut, Erbrechen und Durchfall. Weiterhin Muskelzittern, schwankenden Gang, Kreislaufversagen und Lungenödeme. Auf der äußeren Haut kann der Milchsaft Reizungen mit Bläschenbildung und allergische Reaktionen auslösen. Gelangt Saft ins Auge, so entstehen starke Entzündungen.

 

Yuccapalme, Drachenbaum und Bogenhanf:

Die Pflanzensäfte beinhalten Gifte, die zu Schleimhautreizungen und Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen) führen können. Die Tiere reagieren mit Zahnfleischentzündung, Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Nachfolgend sind Untertemperatur, Bewegungsstörungen und Blutungen zu beobachten. Ein komatöser Zustand ist möglich.

 

 

 

 

Avocado:

Das enthaltene Toxin ist ausschließlich für unsere Heimtiere gefährlich und befindet sich in allen Anteilen der Pflanze. Es führt zu schweren Schädigungen des Herzmuskels und damit zu Atemnot, Husten, Ödeme und Bauchwassersucht. Eine Vergiftung endet i.d.R. tödlich, da eine spezifische Therapie nicht existiert.

 

Kakao (z.B. in Schokolade!!):

Dieses menschliche Nahrungsmittel kann von Hund und Katze nur sehr schwer verstoffwechselt werden. Der Inhaltsstoff Theobromin reichert sich im Körper an, was letztlich zu Vergiftungen führen kann. Betroffen hiervon sind auch alle Produkte, welche Kakaobestandteile enthalten (Schokolade!!). Die tödliche Dosis für den Hund liegt bei 100 mg Theobromin pro kg Körpergewicht. Je nach Kakaogehalt sind etwa 60g Milchschokolade pro kg Körpergewicht bzw. 8g Blockschokolade pro kg Körpergewicht (d.h. 100g Blockschokolade für einen 12 kg-Hund) können einen Hund vergiften, evtl. töten. Auch hier reagieren die Tiere mit Durchfall und Erbrechen, später kommen zentralnervöse Störungen (Zittern, Krämpfe, Lähmungen der Hintergliedmaßen, Bewusstseinsstörungen) hinzu.

 

Küchenzwiebel:

Die Zwiebel bewirkt in jeder Form (roh, getrocknet, gekocht) bei Hund und Katze schwere Vergiftungen. Schon 5-10g pro Kg Körpergewicht führen beim Hund zur Hämolyse (=Zerstörung der roten Blutkörperchen). Zunächst reagieren die Tiere mit Durchfall und Erbrechen, später folgen Anämie (Blutarmut, blasse Schleimhäute), Anorexie (Verweigerung von Wasser und Futter) und Beschleunigung von Herzschlag und Atemfrequenz.

 

Rohes Schweinefleisch:

Rohes Schweinefleisch kann das Aujetzky-Virus (Herpesvirus) enthalten, welches für Hunde tödlich ist.

 

Nikotin:

Die Aufnahme des Giftes erfolgt in der Regel durch kauen bzw. fressen von Zigaretten oder Kautabak. Dabei sind in erster Linie Welpen betroffen, da diese wesentlich neugieriger sind als ältere Tiere und alles Mögliche ausprobieren. Anfangs kommt es zur Erregung, später zur Lähmung des Gehirns: Muskelzittern, Speicheln, Erbrechen, erhöhte Herz- und Atemfrequenz, Krämpfe, Bewegungsstörungen und Kreislaufkollaps.

 

Xylit (Süßstoff):

Dieser Süßstoff ist oft in vielen zuckerfreien Kaugummis, Bonbons und anderen Lebensmitteln enthalten. Xylit kann bei Hunden die Ausschüttung körpereigenen Insulins in das Blut deutlich steigern, so dass es bei den Hunden zu einem lebensbedrohlichen Abfall der Blutzuckerspiegels kommen kann. Die Wirkung tritt ca. 30 Minuten nach der Aufnahme von größeren Mengen xylithaltiger Süßwaren ein. Erste Symptome sind: Schwäche, Verlust der Koordinationsfähigkeit und Krämpfe. Es ist dann unbedingt erforderlich, dass der Hund sofort von einem Tierarzt behandelt wird. Weiterhin gibt es Hinweise auf Leberschäden bei Hunden durch Xylit, welche aber letztendlich noch nicht bestätigt sind. Die Tierschutzorganisationen plädieren an alle Tierbesitzer, ihren Lieblingen grundsätzlich keine Nahrungsmittel für Menschen zu verfüttern. Ebenso sollten xylithaltige Süßwaren nicht in der Wohnung offen herumliegen.

 

Weintrauben, besonders aber Rosinen oder Maische (Pressabfälle der Traubenlese)

Die meisten von uns wissen, dass Weintrauben im "Übermass" zu Vergiftungs-"Erscheinungen" bei Hunden führen können. Doch kaum jemand weiß, dass die Aufnahme von Weintrauben (gerechnet auf kg/KM) für einen Hund TÖDLICH sein können und zwar sehr KURZFRISTIG.

 

Weintrauben und Rosinen sind giftig für Hunde!

 

(animal / Marburg, 1.12.04) Unabhängig voneinander warnen jetzt das amerikanische Animal Poisons Control Center (ASPCA) und das britische Institut Veterinary Poisons Information vor Weintrauben. Auffällig oft haben Hunde nach dem Verzehr von Weintrauben schwere Symptome von Vergiftung gezeigt: Magenkrämpfe, Erbrechen und Durchfall. In einigen Fällen trat sogar Nierenversagen auf. Die Tierärzte der Institute vermuten, dass Rosinen sogar noch gefährlicher für Hunde sein können, da sie den giftigen Stoff konzentrierter enthalten.

 

Bei der Analyse dieser Daten stießen die Forscher auf merkwürdige Vergiftungen bei 19 Hunden (zehn in den USA und neun in Großbritannien). Alle Hunde hatten unterschiedlich große Mengen an Weintrauben oder Rosinen gefressen - Leckereien, die man eigentlich als harmlos einstufen würde. Die Trauben gehörten unterschiedlichen Sorten an und waren weder mit Spritzmitteln noch anderen chemischen Mitteln oder Schwermetallen übermäßig belastet. Die Symptome der Hunde glichen sich: Einige Stunden nach dem Verzehr der Früchte erbrachen sich die Tiere und wurden appetitlos. Durchfall und Bauchschmerzen stellten sich bei einigen Hunden ein. Nach 24 Stunden zeigten die am schwersten betroffenen Hunde die Symptome eines Nierenversagens. Sie wurden sehr ruhig bis lethargisch und konnten kein oder nur noch wenig Wasser lassen.

Bei Blutuntersuchungen stellten die behandelnden Tierärzte neben dramatisch erhöhten Nierenwerten auch eine Hyperkalzämie (zu viel Kalzium im Blut) fest. Von den zehn amerikanischen Hunden überlebten nur fünf Tiere.

Bei Verdacht auf eine Weintraubenvergiftung sollten Sie mit Ihrem Hund schnellstmöglichst zu einem Tierarzt gehen, um dem Nierenversagen vorzubeugen. Eventuell kann das Gift im Darm mit Aktivkohle gebunden werden. Bei schweren Vergiftungen sollte der Hund vom Tierarzt stationär aufgenommen und mindestens 48 Stunden lang unter Kontrolle der Blutwerte mit Infusionen versorgt werden.

 

Auch die Dosis, die den Weintraubengenuss zum Gift für den Hund macht, ist noch nicht bekannt. Die amerikanischen Forscher schätzen, dass umgerechnet 11,6 Gramm (g) Trauben pro Kilogramm (kg) Körpergewicht des Hundes zu Vergiftungserscheinungen führen können (also bei einem 20 kg schweren Hund rund 232 g Trauben). In Großbritannien ermittelten die Wissenschaftler, dass etwa 14 g Rosinen/kg Hund zu einem Todesfall bei einem Labrador Retriever geführt haben.

 

Wichtig ist, die Hunde nicht erst auf den Geschmack zu bringen, damit sie sich nicht selbst bedienen.

 

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz e.V.

 

 

 

 

Weiterhin giftig sind viele Stoffe, die man im Haushalt oder in der näheren Umgebung benutzt, so z.B.:

 

Unkrautbekämpfungsmittel:

Vergiftung von Haus- und Nutztieren durch unkontrollierte Aufnahme bei fehlerhafter Lagerung oder durch Düngung von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Hausgärten.

 

Putzmittel jeglicher Art, Alkohol, Brennspiritus, Trockenspirituswürfel:

Das Nervengift kann je nach aufgenommener Menge innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen.

Symptome: Starker Speichelfluss nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall; nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C)

 

Frostschutzmittel fürs Auto:

Schleckt der Hund süßschmeckendes Frostschutzmittel auf, kann es zu schwerem Nierenschaden und – je nach Giftmenge – zu tödlichem Nierenversagen kommen.

Symptome: starkes Speicheln, spontanes Erbrechen schon Minuten nach dem Aufschlecken, Durchfall, Mattigkeit, Taumeln, Krämpfe, Hinfälligkeit

 

Mäuse- oder Rattengift:

Rattengift führt zu Blutgerinnungsstörungen.

Symptome: Erbrechen, Mattigkeit, innere Blutungen, blasse Schleimhäute, stark blutiger Urin, gelegentlich auch blutiger Durchfall

 

Insektizide jeglicher Art:

Bei unsachgemäßer Anwendung von Mitteln gegen Flöhe, Läuse, Zecken (Shampoo, Puder, Spray, Halsband, Tabletten oder Tinktur) kann sich der Hund durch Abschlecken des Fells nach zu üppigem Einpudern oder Besprühen, Trinken von Badelösung, Fressen des Halsbandes oder von Tabletten vergiften.

Symptome: Insektizide sind Nervengifte und rufen ähnliche Symptome wie die Vergiftung mit Schneckenkorn hervor.

 

Medikamente, hier vor allem Schlafmittel, die frei herumliegen:

Frisst der Hund Schlaftabletten, kommt es zu narkoseähnlichem Zustand, unter Umständen auch zum Tod

Symptome: Kein Erbrechen, kein Durchfall, tiefer Schlaf, Bewusstlosigkeit, flache Atmung, bläuliche Schleimhäute, schneller schwacher Puls

 

Pestizide (z.B.Schneckengift):

Der Hund frisst das im Garten ausgelegte Schneckengift. Das Nervengift kann je nach aufgenommener Menge innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen

Symptome: Starker Speichelfluss nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall; nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C)

 

 

Anhand der Symptome kann man bestimmte Vergiftungen frühzeitig erkennen. Generell sollte man mit seinem Hund jedoch beim geringsten Verdacht auf eine Vergiftung sofort zum Tierarzt gehen, da sonst wertvolle Zeit für lebensrettende Maßnahmen verstreicht!!

 

Nur innerhalb 30 - 60 Minuten (bis max. 2 Stunden) kann die Giftaufnahme im Körper mit Hilfe von Brechmitteln, Magenspülungen, Abführmitteln oder evtl. auch durch Kohle-Tabletten verringert werden!!!

 

 

 

Weitere interessante Informationen findet man in der Giftdatenbank:

 

CPT, CliniPharm CliniTox

 

 

 

 

 

Zurück!

 

 

 

 

 

Vorsicht: Giftig für Hunde!

diverse Pflanzen & Lebensmittel

 

 

 

Beim Spaziergang sollte man darauf achten, dass der Hund nichts vom Wegrand aufnimmt. Diese Gefahr ist vor allem bei Welpen sehr hoch. Schnell haben sie Blätter oder Beeren in´s Maul genommen oder knabbern an Zweigen herum. Aber auch viele Zimmer- und Gartenpflanzen sind giftig.

Bei Pflanzen, die sowohl für Mensch und Tier gleichzeitig giftig wirken, sind die Vergiftungserscheinungen oft gleich, wenn auch die eine Vergiftung auslösende Menge sehr unterschiedlich sein kann. Es gibt Pflanzenarten, die von einigen Tieren bedenkenlos gefressen werden können, während sie für uns Menschen toxisch wirken. Ebenso andersrum gibt es Pflanzen, die uns Menschen nichts oder kaum etwas anhaben können, aber für Hunde sehr gefährlich sind wie z. B. die Avocado.

 

Ackerbohne, Puffbohne, Saubohne, Pferdebohne, Dicke Bohne:

Syptome: bleiches Aussehen, Fieber, verminderte Urinausscheidung, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Kolik, evtl. Gelbsucht, Milz- und Leberschwellung. Stark giftige Kulturpflanze. Bohnen, Samen und Pollen für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig.

 

Adonisröschen:

Erste Anzeichen einer Vergiftung sind, wie bei den Pflanzen mit Herzgiften üblich, Erbrechen und Durchfall. Es folgen Herzrythmusstörungen, langsamer Pulsschlag und Atemnot. Hier kann schnell das Herz versagen, was unweigerlich zum Tode des Hundes führt. Bereits 0,02 g des Giftes führen zu Erbrechen und Durchfall.

 

Azalee:

Diese Pflanze enthält (genau wie der Rhododendron) ein Neurotoxin, welches in erster Linie zu Lähmungen der Muskulatur führt. Auch hier zeigt sich wieder unspezifisches Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Daneben beobachtet man das Reiben des Kopfes an Gegenständen und Augenausfluss. Später kommen ein verlangsamter Herzschlag, Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen hinzu, die schließlich zur Atemlähmung führen.

 

Bittermandel:

Für Hunde als Nahrungsmittel absolut ungeeignet und sicher tödlich giftig. Eine bittere Mandel enthält ca. 1 mg Blausäure. Im Falle einer Vergiftung kommt es zur Lähmung des Atemsystems. Das Gift Amygdalin kommt auch in den Kernen, bzw. Samen von Pfirsich, Kirsche, Pflaume, Apfel und Birne vor, wobei sich die deutlich größte Menge in der bitteren Mandel findet.

 

Buchsbaum:

Dank des bitteren Geschmacks werden frische Pflanzenteile selten aufgenommen, gefährlich ist aber auch die getrocknete Pflanze (z.B. In Floristikgestecken). Beim Hund beträgt die tödliche Dosis 5g Blätter pro kg Körpergewicht. Die Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Erregungszustände und Krämpfe, sowie Lähmungen. Der Tod tritt durch Lähmung der Atmung ein.

 

Christrose, Schwarze Nieswurz:

Die Pflanze enthält das Saponin Helleborin und Protoanemonin.

 

Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhäute, Herzrhythmusstörungen, erweiterte Pupillen, Atemnot und starker Durst. Es kann auch zum Tod durch Atemlähmung kommen. Schwere Vergiftungen können beim Menschen z.B. schon nach dem Verzehr von 3 reifen Samenkapseln eintreten.

 

Clematis-Züchtungen:

Clematis enthält das Gift Protoanemonin, das bei Kontakt mit der Haut zu Reizungen und Entzündungen führen kann. Bei innerer Aufnahme kommt es zu Krämpfen, Reizungen von Niere und Darm, zu Durchfall und Erbrechen.

 

Eibe:

Die gesamte Pflanze, einschließlich der Samen ist hochgiftig. Die einzige Ausnahme bilden die roten Beeren, deren Fleisch ungiftig, deren Samen aber wiederum toxisch ist. Als tödliche Dosis beim Hund gelten z.B. 30g der Nadeln. Die Tiere zeigen Erbrechen, Durchfall, Fieber und Kollaps. Die Pupillen reagieren nicht mehr auf hell-dunkel und man beobachtet Unterhautblutungen, Atemnot, Koma und Tod.

 

Eisenhut: stark giftig! (giftigste Pflanze Europas)

Eisenhut ist stark giftig- wobei ganz besonders der blaue Eisenhut sehr giftig ist. Das Gift des Eisenhuts fördert zunächst die Reflexe. Als Symptome treten Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe und Lähmungen auf. Im schlimmsten Fall tritt der Tod ein. Schon kleinste Mengen (5 g) des Eisenhuts sind sehr gefährlich für Hunde. Liegt eine Vergiftung mit Eisenhut vor, so sollte man schnellstmöglich zum Tierarzt.

 

Farne (z.B. Adlerfarn, Adlersaumfarn, Grosser Waldfarn, Johanniswurz, Jesus-Christwurz):

Symptome: allergische Reaktionen, Muskelzuckungen, motorische Störungen, Krämpfe, Blut im Urin, blutiger Durchfall. Sehr stark giftige Wildpflanze. Ganze Pflanze, insbesondere Jungpflanze, ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig.

 

Fingerhut:

Der Fingerhut enthält die sogenannten "Herzglykoside". Dabei handelt es sich um stark giftige Stoffe, die in kleinsten Mengen jedoch bei bestimmten Herzerkrankungen mit bestem Erfolg eingesetzt werden und somit auch heilende Wirkung haben.

 

Es kommt zu lokalen Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, zu Erbrechen, Durchfall und Störungen des Herzrhythmus. Benommenheit und blasse Schleimhäute kommen hinzu. In schweren Fällen kommt es durch Herzstillstand zum Tod. Für Hunde sind 5 g bereits tödlich.

 

Gefleckter Schierling:

Ganze Pflanze sehr giftig, oft tödlich, für den Hund sind schon 50 mg Coniin/kg KG tödlich.

 

Schnelle und leichte Aufnahme durch die Schleimhäute und auch durch die unverletzte Haut.

 

Auftreten der ersten Symptome nach 20-30 Minuten: Unruhe, Muskelschwäche, Inkoordination, Muskelzittern, Puls erst verlangsamt, dann beschleunigt, Krämpfe, fortschreitende Lähmung, Atem- und Herzdepression.

 

Goldregen: stark giftig!

Alle Teile dieser Pflanze sind hochgiftig! Es reichen schon 3 eingenommene Samen aus!

Die Vergiftungssymptome treten schon nach wenigen Minuten in Erscheinung, in Form von heftigem Erbrechen, Durchfall, Kollaps, epileptischen Anfällen und Atemlähmung. Der Tod tritt nach einer ¼ Stunde ein, Ihr Hund ist nicht mehr zu retten!

(allgemeiner Hinweis: Goldregen zählt zu den giftigsten Pflanzen und darf auch nicht in der Nähe von Schulen, Spielplätzen und Kindergärten gepflanzt werden!)

 

Hahnenfuss:

Stängel und Pflanzensaft sind giftig. Starke Reizung von Maul, Speiseröhre, Magen und Darm.

 

Herbstzeitlose:

Ganze Pflanze sehr giftig, oft tödlich. Magen-Darm-Entzündung, Muskel -und Atemlähmung.

Sieht ähnlich aus wie der im Frühjahr blühende Krokus, wächst an feuchten Wiesen und Böschungen, blüht von September bis Oktober.

 

Holunder:

Wer seinem Hund ein Stöckchen aus Holunderholz zuwirft, spielt russisches Roulette.

 

Denn das Holz enthält ein giftiges Blausäureglykosid.

 

Hortensie:

Hierbei sind auch die getrockneten Pflanzenteile giftig. Die i.d.R. weniger dramatische Vergiftung zeigt sich durch Magen-Darm-Störungen mit blutigem Durchfall, Zittern und allgemeiner Schwäche (Schwanken).

 

Lebensbaum (Thuja):

Giftig beim Lebensbaum sind die Blätter, welche entzündungsfördernde Stoffe enthalten.

 

Als Symptome treten zunächst Magen-, Darmreizungen auf. In schweren Fällen kommen dann Leber- und Nierenschäden hinzu. Auch hier sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen.

 

Lupinen:

Besonders die Samen dieser Zier- und Futterpflanze enthalten ein Gift, das eine lähmende Wirkung auf Herz und Atmung aufweist, jedoch in sog. Süßlupinen nicht vorkommt. Am giftigsten ist die gelbe Bitterlupine. Der akute Krankheitsverlauf wird durch die Alkaloide ausgelöst, der chronische durch Mykotoxine (Phomopsine beeinträchtigen den Kupfer-, Zink- und Eisenhaushalt sowie die Metabolisierung von Selen und Vitamin E). Anagyrin ist teratogen (in den kultivierten Lupinen aber nicht enthalten). Trotzdem kommt eine Vergiftung vor, die wahrscheinlich auf Schimmelpilze zurückzuführen ist. Es entsteht eine Magen-Darmentzündung gefolgt von schweren Nieren- und Leberschäden. Mattigkeit, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und Lähmungen folgen diesem.

 

Gegenmaßnahmen: Rasche Zufuhr von Abführmitteln und Leberschutztherapie (durch den Tierarzt).

 

Diese Vergiftung ist ein typisches Beispiel für bestimmte Schimmelpilze, die eine Reihe von teilweise völlig harmlosen Pflanzen in "Giftpflanzen" verwandeln kann.

 

Maiglöckchen: stark giftig!

Für das Maiglöckchen gilt dasselbe wie für den Fingerhut. Wildtiere meiden diese Pflanze instinktiv. Domestizierten Tieren fehlt dieser Warnmechanismus oft, was zu Todesfällen führt. Maiglöckchen beinhalten gleich einen Toxincocktail von über 30 Glykosiden. Bei Auftreten von Symptomen sind die Glycoside wohl bereits vollständig resorbiert. Symptome mit lokalen Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, zu Erbrechen, Durchfall (bes. beim Hund) und Störungen des Herzrhythmus. Benommenheit und blasse Schleimhäute kommen hinzu. In schweren Fällen kommt es durch Herzstillstand zum Tod.

 

Narzisse, Osterglocke, Amaryllis:

Auch diese Frühlingsblume ist gefährlich. Eine Narzissenzwiebel von nur 15 g kann einen Hund töten!! Lycorin, ein Alkaloid der Amaryllis, führt in geringen Dosen zu Erbrechen und Durchfall, in höheren zu Krämpfen, Lähmung und Kreislaufversagen.

 

Oleander:

Alle Pflanzenteile des Oleanders enthalten ein herzwirksames Toxin. Es kommt zunächst zu Magen-Darm-Problemen (Speicheln, Erbrechen, Durchfall). Weiterhin zu Herzrhythmusstörungen, Vorhof- und Kammerflimmern und letztlich Herzstillstand. Daneben zeigen die Tiere allgemeine Symptome wie Untertemperatur, Krämpfe, Atembeschwerden und Husten.

Fallen die Blüten oder Blätter herunter oder liegen von Wind oder Sturm abgebrochen herum, stellen sie besonders für Hundewelpen eine Gefahr dar.

 

Pfaffenhütchen:

Vergiftungssymptome sind Ansteigen der Körpertemperatur, Kreislaufstörungen, Kurzatmigkeit, Magen- und Darmbeschwerden, Durchfall oder Verstopfung, Krämpfe und Herzrasen. Die Symptome können noch nach 15 Std. eintreten.

 

Rhododendron:

Diese Pflanze enthält (genau wie die Azalee) ein Neurotoxin, welches in erster Linie zu Lähmungen der Muskulatur führt. Auch hier zeigt sich wieder unspezifisches Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Daneben beobachtet man das Reiben des Kopfes an Gegenständen und Augenausfluss. Später kommen ein verlangsamter Herzschlag, Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen hinzu, die letztlich zur Atemlähmung führen.

 

Riesen-Bärenklau  bzw. Herkulesstaude und Wiesenbärenklau:

Für Mensch und Tier äußerst unangenehm. Der Pflanzensaft enthält sogenannte Furocumarine. Das sind phototoxische Substanzen. Die UV-Licht absorbieren und mit der so gewonnenen Energie chemische Reaktionen auslösen, die das Erbgut und die Zellen schädigen. Gelangt Pflanzensaft auf die Haut oder die Schleimhaut und wird diese Stelle anschließend dem Sonnenlicht ausgesetzt, entsteht ein heftiger Sonnenbrand mit Blasenbildung und anschließendem Haarverlust ("Wiesendermatitis"). Es sind v.a. die wenig behaarten und unpigmentierten Körperpartien (Kopf und Bauch) gefährdet. Die Heilung ist langwierig und oft bleiben Narben und Pigmentveränderungen zurück.

 

Rittersporn:

Eine Vergiftung zeigt sich durch Speichelfluss, Magen- Darmentzündungen, Durchfall, Muskelschwäche und Muskelzuckungen, Bewegungsstörungen, Benommenheit und Blutdruckabfall. Bei entsprechend schwerer Vergiftung kann der Tod durch Atemlähmung eintreten.

 

Rosengewächse:

Die Giftigkeit der Früchte der Gattung Prunus (Kirsche, Pflaume, Aprikose etc.) = Obstkerne: Die giftige Substanz ist das Amygdalin, aus dem im Organismus Blausäure freigesetzt wird. Nach Aufnahme einer großen Menge zeigen sich Speicheln, Erbrechen, rote Schleimhäute, Atemnot, Fieber, Krämpfe und allgemeine Schwäche. Der Tod erfolgt durch „inneres Ersticken", da der an die roten Blutkörperchen gebundene Sauerstoff nicht mehr an das Gewebe abgegeben werden kann (daher auch die Rosigfärbung der Haut und die rote Farbe des venösen Blutes). Da erst eine größere Menge zu ernsthaften Vergiftungen führt, sind meist nur Magen-Darm-Symptome zu beklagen.

 

Ebenfalls Blausäureabspaltende Substanzen enthalten u.a. Kirschlorbeer

 

Seidelbast:

Alle Pflanzenteile des Seidelbasts enthalten stark entzündungsauslösende Stoffe. Beim Anknabbern oder Kauen kommt es zu starken Reizungen, Entzündungen und Geschwürbildungen an Schleimhäuten und Haut. Danach folgen Rachen-, Magen- und Darmentzündungen. In schwersten Fällen kann es zu Nierenentzündungen und schließlich zum Tod durch Kreislaufkollaps kommen.

 

Meist jedoch bleibt es bei lokalen Schäden, da die Pflanze sehr scharf schmeckt.

 

Stechpalme:

Sie enthält gleich mehere Wirkstoffe: Purin-Alka-loide, Rutin, Ursolsäure, Baurenol, Uvaol, Triterpene, Tannin. Die Beeren sind nur bei hoher Dosis (etwa 20 Beeren) tödlich. Symptome: Übelkeit, Erbrechen, starker Durchfall und Schläfrigkeit.

 

Trompetenbaum oder Engelstrompete:

Die ganze Pflanze ist stark giftig, besonders die Blätter und die Rinde in der Blütezeit.

 

Die Einnahme des Suds der Pflanze kann zu einer tödlichen Vergiftung führen. Symptome: Erbrechen, Durchfall, trockene Schleimhaut, Schluckbeschwerden, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen.

 

Wandelröschen:

Die Giftstoffe wirken phototoxisch auf die Tiere und lösen damit Vergiftungen im Zusammenhang mit Sonnenbestrahlung aus. Vergiftungssymptome sind Hautausschläge, eine Blockierung des Ausscheidens von Gallenfarbstoffen, dadurch kommt es zur Gelbfärbung der Schleimhäute, zu Gelbsucht und Leberschädigung. Die Tiere leiden unter blutigem Durchfall oder Verstopfung, Bewegungsstörungen und Lichtempfindlichkeit.

 

Wasserschierling:

Der Vergiftungsverlauf ist Speichelfluss, Anstieg der Körpertemperatur, Erregung, Zähneknirschen und erweiterte Pupillen. Die Tiere sondern vermehrt Harn und Kot ab, sie leiden unter Gleichgewichtsstörungen, starken Krämpfen sowie erhöhter Atmung und erhöhtem Herzschlag.

 

Wolfsmilch:

Ganze Pflanze giftig bis stark giftig. Die Pflanzen behalten auch im getrockneten Zustand ihre Giftwirkung. Frische Pflanzen werden aufgrund ihres scharfen Geschmacks meist von Tieren gemieden. Die Symptome einer Vergiftung sind starke Schleimhautreizungen, Magen- Darmbeschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall, Absinken der Körpertemperatur, Lähmungen, blutiger Harn und Kot, Taumeln, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen. Kommt der Milchsaft in Kontakt mit den Augen der Hunde, kann es zu schweren Entzündungen kommen, die oft sehr schwer heilbar sind.

 

Wunderbaum:

Das Haupttoxin ist das sehr giftige Toxalbumin Ricin. Es entwickelt sich eine schwere Magen-Darm-Entzündung, eine Schädigung von Leber und Nieren und eine Zersetzung der roten Blutkörperchen. Die tödliche Dosis beim Hund wird mit 1 bis 2 g Samen/kg Körpermasse angegeben.

 

Das in Apotheken erhältliche Rizinusöl ist durch Erhitzen ungiftig gemacht worden.

 

 

 

 

Rosengewächs (Kirsche)

Kirschlorbeer

Lupine (Samenkapseln)

Stechpalme

Eibe

Clematis (li. bl. Blüten)