Auszeit auf der Stöffelalm

 

Endlich!

Wieder einmal viel zu lange hat es gedauert,

bis wir für eine kleine Auszeit auf die Alm

ziehen konnten. Die Abgeschiedenheit,

die klingelnden Kühe auf den sattgrünen Wiesen,

die herrliche Bergkulisse und eine liebevoll

eingerichtete Hütte laden allezeit zum Verweilen

dort oben ein.

Es ist das Ursprüngliche und die Nähe

zur Natur, was uns immer wieder

hoch auf diese Alm zieht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dort gibt es keinen Strom und fließend Wasser findet man nur vor der Hütte. Den einzigsten „modernen“ Luxus, den es seit ein paar Jahren dort oben gibt, ist ein normales Klo, das das Plumpsklo nun ersetzt. Es gibt überhaupt kein Badezimmer. Unser Waschbecken ist eine Schüssel und unsere Badewanne ist die Gumpe im Wildbach. Das Wasser ist so eisig, das alles weh tut, wenn man reinsteigt. Aber hinterher fühlt man sich richtig fit.

 

 

 

 

Im Holzofen wird morgens nach dem

Aufstehen als erstes Feuer gemacht, damit

es in der Hütte wohlig warm wird. In den

Bergen ist es nachts nämlich ziemlich kalt.

Tagsüber steht immer ein Wasserkessel

auf dem Ofen, so das stets heißes Wasser

zum Kaffee kochen oder auch spülen da ist.

Auch sonst wird auf dem Holzofen gekocht.

Leckere Pfannengerichte, die nach einer

Wanderung ganz besonders gut schmecken

und schnell gemacht sind, wie Spätzle mit

Gulasch, Tiroler Gröstl oder auch

Kaiserschmarrn.

 

 

 

Einen Kühlschrank sucht man dort oben auch vergeblich. Die Lebensmittel werden im Keller gekühlt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ach, das habe ich noch vergessen, elektrisches Licht gibt es natürlich auch nicht. Im Juni ist es sowieso lange hell und wenn man Nachts mal zur Toilette hinter der Hütte gehen muß, dann nimmt man die Taschenlampe mit.

 

 

 

 

Die Tiroler Musik trällert aus einem kleinen Radio. Die Nachrichten aus aller Welt hören sich so weit weg an, als würde man gar nicht dazu gehören.

Also, ein Leben wie es früher mal war und doch ist es für uns Erholung und Spaß zugleich.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, und was wäre eine Alm ohne Kühe.

Einige schauen neugierig über den Zaun.

Als wollten sie fragen: „Hey Eddie,

was machst du denn da?“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere halten Mittagschlaf oder genießen es auch mal gebürstet zu werden. Wieder andere interessieren sich für alles, was gerade so herumliegt. Wie hier die Schuhe von Herrchen, welche in der Sonne zum trocknen abgestellt wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stöffelalm ist Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen mit unseren Hunden. Sie genießen die Zeit in den Bergen ebenso wie wir. Am meisten Spaß macht es ihnen, im kalten Wasser rumzuplätschern und sich zu erfrischen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dabei legt Maya sich gerne ins Wasser und beobachtet vom Rand aus, das Geschehen.

 

Der Knaller ist Elliott, er ist unter die Taucher gegangen. Uns wird manchmal himmel, angst und bange, wenn er so lange unter Wasser bleibt.

Unermüdlich rührt er im Wildbach rum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Polly und Lilly sind längst müde und wärmen sich in der Sonne ein wenig auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Erfrischung im Wildbach und einer kleinen Stärkung geht es dann aber weiter. Wir wollen noch zur Hochalm wandern. Das ist eine unserer Lieblingstouren. Wir genießen jeden Augenblick dieser schönen Bergidylle. Die Landschaft sieht je nach Tageszeit oder Wetterlage alleweil anders aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Laufe des Vormittags wird es warm und sonnig. Unsere Hunde rennen immer wieder ein Stückchen vor und warten im Schatten auf uns. Wir kennen uns hier schon gut aus. Überall geht es natürlich nicht. Manchmal müssen sie dicht bei uns bleiben oder auch mal zur Sicherheit angeleint werden, wenn der Hang am Wanderweg zu steil ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir warten wieder auf Frauchen. Wo bleibt sie denn?

 

 

 

 

 

Ja, Frauchen kann sich mal wieder nicht satt sehen ...

Überall wo man hinschaut, wachsen die wunderschönen Alpenrosen und andere farbenprächtige Blumen, von denen ich die Namen nicht weiß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es im Gänsemarsch. Der Wegweiser offenbart uns, dass wir bis zu unserem Ziel nicht mehr lange brauchen werden. Gleich sind wir auf der Hochalm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das letzte Stück gehen wir auf ebenen Weg. Und dann auf einmal, ganz unverhofft, wird man mit dem wunderschönen Anblick der Hochalm belohnt. Einfach traumhaft, dieses Fleckchen Erde. Da geht einem das Herz auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Hunde werden plötzlich wieder schneller. Neugierig laufen sie zu den Hütten.

 

Nanu, ist hier niemand daheim? Wo sind die Hirten und Senner mit ihrem Fleckvieh? Alles sieht verlassen aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ach ja, sie sind alle noch auf der Niederalm. Erst wenn dort die Wiesen abgefressen sind, werden die Kühe auf die Hochalm getrieben. Das wird im Juli soweit sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir folgen dann einem schmalen Almenweg. Dieser Wegabschnitt bietet einen schönen Ausblick ins Tal.

Bei einer kleinen Rast halten wir für einen Moment inne und lassen alle die Seele baumeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier endet für uns der Aufstieg. Würde man weiter hoch kraxeln, dann bekämen wir eine atemberaubende Aussicht auf die schroffen Felswände des Kaisergebirges. Aber mit sechs Hunden dort oben auf einem schmalen Grat entlang zu wandern, wäre viel zu gefährlich.

 

 

 

 

 

 

 

Hier habe ich noch ein Foto aus früherer Zeit. Die Bergkulisse von oben aus gesehen. Welch ein traumhafter Blick!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frisch gestärkt steigen wir wieder

zur Stöffelalm ab. Der Rückweg

erfolgt auf demselben Weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wasser hat für unsere Hunde eine magische Anziehungskraft und so ist es nicht verwunderlich, dass sie auch auf dem Rückweg gerne jede Möglichkeit nutzen, um sich zu erfrischen.

 

 

Mittlerweile kennen sie schon die guten Stellen, an denen sich das Wasser im Bachlauf gestaut hat und sie ein bisschen hin und her schwimmen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sind die Gumpen mal zu flach, dann hilft Herrchen ein wenig nach und errichtet ringsum ein kleines Stauwerk.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Denn hier und dort sieht es eher so aus. Durch den milden Winter war weniger Schnee als sonst und das macht sich ganz schön bemerkbar. Noch dazu kommt ein trockener Sommer. Hoffentlich ist es nur mal eine Laune der Natur und nicht eine Auswirkung des Klimawandels.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, nun haben alle ausgiebig geplanscht und sich abgekühlt. Wir zählen nochmal durch, ob Malou, Maya, Lilly, Polly, Eddie und Elliott da sind und laufen dann das letzte Stück ganz gemächlich zur Hütte.

 

 

 

 

 

Wieder auf der Stöffelalm, sucht sich jeder ein stilles Plätzchen zum ausruhen. Pssst, nicht stören!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Hütte knistert schon das Feuer im Ofen.

Wir kochen uns derweil einen Pott Kaffee und

genießen die Ruhe und die herrliche Bergluft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am späten Nachmittag kam uns Polly humpelnd entgegen. Sie lief wie auf rohen Eiern. Oh je, sie hat sich die Pfoten wundgelaufen.

Wie schmerzhaft das ist, kann sich wohl jeder vorstellen.

Das tat uns sehr leid. Arme kleine Polly!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und wieder neigt sich ein aufregender Tag

dem Ende zu. Die Ersten träumen schon ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Polly hat noch zwei Tage freiwillig ihre „Füße“ stillgehalten. Danach lief sie vorerst nur auf der weichen Wiese, um ihre Pfoten zu schonen. Unsere Ausflüge waren derweil nur kurz. Schon nach einer Woche flitzte sie wie immer rum. Gott sei Dank!

 

Ein ganz herzliches Dankeschön an Familie Schmid, dass wir wieder eine unendlich schöne und unvergeßliche Auszeit auf ihrer Alm erleben durften.

 

Schön, war´s und wie immer kommt Wehmut auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pfüat di!

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